TOMASZ LECH „PAPAJ“´S DEBÜT WÄHREND DER WELTMEISTERSCHAFT (INDIEN 2011)


Am Wochenende (4.-6. November) wurden die wichtigsten Amateurmeisterschaften im Bodybuilding ausgetragen. Diesmal haben die Weltmeisterschaften des größten und ältesten Bündnisses IFBB in einer sehr exotischen und für unsere Teilnehmer fernen Inszenierung stattgefunden. Die Veranstaltung wurde im indischen Mumbai - der 25 Mio. Einwohner Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra ausgetragen. Die auf die Einwohnerzahl bezogen 6. größte Stadt der Welt hat diese wichtige Veranstaltung nicht ganz perfekt organisiert. Kurz gesagt, es gab viele Unzulänglichkeiten, die allen Teilnehmern eine professionelle Vorbereitung und die Aufrechterhaltung der Form erschwerten. Es waren die ersten IFBB Meisterschaften, für die sich ein TREC TEAM-Mitglied - Tomasz Lech "PAPAJ" qualifiziert hat. Der polnische Meister war in einer ausgezeichneten Form und auf den Auftritt mit den größten Meistern der Welt gut vorbereitet. Und obwohl unser Teammitglied es nicht ins Finale schaffte, hat er es trotzdem verdient, dass man ihm herzlichst gratuliert und seine sportliche Entschlossenheit anerkennt.

Gleich nach der Rückkehr hat Tomek Lech aus dem TREC TEAM über seine Eindrücke dieser für ihn so wichtigen Meisterschaften berichtet:

Wir sind in Indien nach 8 Stunden Flug um 3 Uhr morgens örtlicher Zeit gelandet. Anstatt ins Hotel wurden wir sofort zum Fototermin für die Ausstellung der Identifikationsausweise gebracht. Im Hotel waren wir erst gegen 4:30 Uhr morgens. Danach drei Stunden Schlaf und frühes Aufstehen, um zum Frühstück zu kommen. Am Freitag Abend um 18.00 Uhr hat die Qualifikationsüberprüfung stattgefunden, weshalb wir den ganzen Tag hatten, um nach der langen und anstrengenden Reise auszuschlafen. Leider wurde die fröhliche Stimmung der internationalen Wettkämpfe von einer tragischen Nachricht überschattet. Ein syrischer Teilnehmer - der 28-Jährige Mahmoud Ibrahim Alhdidi hat aufgrund eines Flüssigkeitsverlustes einen Schwächeanfall erlitten, und ist anschließend am Herzinfarkt gestorben. So traurig ging der erste Tag der Wettkämpfe zu Ende. Am Samstag um 8:00 Uhr sind wir zu den Wettkämpfen gefahren. Nach einer 1,5 stündigen Fahrt mit einem zum Glück klimatisierten Bus, haben wir die Halle erreicht. Leider war die Aufwärmhalle sehr klein, die Klimaanlage funktionierte angeblich, jedoch aufgrund der hohen Betriebsamkeit war sie ineffektiv, so dass es heiß und schwül war. Wir haben auf dem Boden abwechselnd 7-8 Stunden geschlafen, unsere Form wurde immer schlechter. Wir waren an diese Bedingungen nicht so gewöhnt, wie die Einwohner wärmerer Länder, es war für uns eine Qual, was sich zweifellos in der Qualität und der Definition unserer Muskeln widergespiegelt hat. Zum Finale kamen nur zwei der sechs polnischen Mannschaftsmitglieder, so dass wir ein wenig essen konnten. Danach kamen wir zum Abendessen zurück ins Hotel. Leider war das Essen furchtbar, man hat noch nicht mal Hähnchenbrust serviert, obwohl der Ort an sich für die örtlichen Bedingungen einen hohen Standard präsentierte. Am Sonntag Morgen hat das Finale stattgefunden, also habe ich zwei unserer Kollegen angefeuert. Ich war auch Zeuge eines merkwürdigen Zwischenfalls, als der Teilnehmer, der den 6. Platz in der Kategorie Superschwer erreicht hat, so sehr mit dem Schiedsrichterurteil unzufrieden war, dass er den Saal demoliert hat und mit Stühlen um sich geworfen hat. Letztlich hat ihn die Polizei beruhigt. Tja, mancher kann mit Stress nicht gut umgehen. Eine nette Überraschung war die Silbermedaille in der Kategorie +100 kg für Andrzej Kołodziejczyk. Um 22:30 Uhr sind wir zurück ins Hotel und um 23:30 Uhr zum Flughafen gefahren. Wir hatten nur eine Stunde Zeit fürs Packen, Waschen und ein schnelles Bankett.


Wir gratulieren zum gelungenen Debüt! Das TREC TEAM